Co-Living – Eigenheim oder geteiltes Heim?

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Bei Co-Living handelt es sich um eine meist zeitlich begrenzte Lebensform, die gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten vereint. Oft werden kleine möblierte Zimmer bewohnt, die hotelähnliche Annehmlichkeiten bieten, während man sich Gemeinschaftsräume, Arbeitsflächen und Küche teilt. Co-Living verbindet also Arbeiten und Wohnen, Flexibilität und Gemeinschaft.

Co-Living in BETTERHOMES Town

In BETTERHOMES Town gibt es ein Haus, in dem die Wohnform des Co-Livings seit einiger Zeit betrieben wird. Vorwiegend junge Menschen bewohnen dort möblierte Zimmer, je nach Bedarf gibt es sie mit kleiner Wohnküche und eigenem Bad. Die Zimmer sehen wie Hotelzimmer aus; die Bewohner des Gebäudes bleiben nicht unbedingt lange dort, jedoch minimal für einige Monate. Neben den Zimmern gibt es in dem Haus Gemeinschaftsräume, eine grosse Küche, Töggelikasten und sogar eine Sauna. Das Gebäude wird oft als Kreativ-Küche bezeichnet, viele Freelancer und Start-ups nutzen die flexiblen Arbeitsmöglichkeiten, die sich in den Räumen bieten.

Daniel, Sam und Laura leben seit knapp zwei Monaten in diesem Gebäude; für weitere drei Monate wird es ihr Zuhause sein. Dann wird es sie an einen anderen Ort ziehen… Wer weiss, vielleicht Mailand?
Vor einigen Monaten haben Daniel und Sam zusammen ein Start-up gegründet, Laura arbeitet als Industriedesign-Freelancerin. In der geschäftigen und kreativen Atmosphäre der Gemeinschaftsräume finden sie immer neue Inspiration. Da sie im selben Gebäude wohnen wie arbeiten, sparen sie sich die Bürokosten und den Anfahrtsweg. Sie kommen täglich in Kontakt mit anderen kreativen Köpfen, tauschen sich aus und bringen ihre eigene Arbeit so voran. Auch die Abende verbringen die Bewohner oftmals zusammen; es wird gemeinsam gekocht, Kurse besucht oder Spiele gespielt.  

Warum Co-Living?

Die Bewegung Co-Living ist durch die Globalisierung vorangetrieben worden – die Menschen sind global vernetzter und ortsungebundener geworden. Wohneigentum verliert bei den digitalen Nomaden und Millennials Bedeutung; Flexibilität, sowohl privat als auch beruflich, wird oftmals grösser geschrieben als Besitz. Zur Ortsungebundenheit und angestrebten Flexibilität gehört auch das Teilen und Zusammennutzen von Bereichen aller Art; sei es die Wohnfläche, der Hausrat oder die Freizeit. Dieses Phänomen ist auch in anderen Kreisen unserer Gesellschaft längst zu unserem Alltag geworden, man denke nur an Airbnb, Car-Sharing und nicht zuletzt an Social Media.

Ein gutes Beispiel für Co-Living ist die Liegenschaft Old Oak in London: Sie bietet seinen Bewohnerinnen und Bewohnern unter anderem eigene Appartements, viele Arbeitsplätze, über ein Fitnessstudio, einen Supermarkt und Yogakurse. Old Oak beschreibt Co-Living wie folgt:

«The co-living experience is designed to be hassle-free, unlocking your time to get shit done.»

Gibt es Co-Living auch in der Schweiz?

Auch in der Schweiz finden sich Formen des Co-Livings, auch wenn es noch nicht so verbreitet ist wie in anderen Ländern:

  • Synergy Village am Zürichsee
    Seit 2014 bewirtschaften die Besitzer dieses Grundstück mit dem Konzept «Synergy Village». Nachhaltigkeit wird bei den Bewirtschaftern grossgeschrieben, ebenso der interkulturelle Austausch, Kreativität und Selbstverwirklichung.
    In der Sommersaison vermieten sie die Unterkünfte tageweise, in der Wintersaison auf monatlicher Basis.
  • Swiss Escape im Wallis
    Das Swiss Escape besteht aus zwei Chalets, die man mieten kann. Auch dort gibt es neben eigenen Zimmern ausgestattete Küchen und Arbeitsplätze. Im Winter wird es von Individualgästen bewohnt, während im Sommer oft Firmen zu Gast sind.

Einen Überblick über andere Co-Living-Möglichkeiten finden Sie hier.

Sie fragen sich, was es sonst noch für Gemeinschafts-Wohnformen gibt? Lesen Sie unseren Artikel über Mehrgenerationenwohnen!

 

Bilder: © BETTERHOMES AG, alle Rechte vorbehalten

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