Crowdfunding BETTERHOMES Town

Crowdfunding – für alle ein Stück vom Kuchen?

betterhomesagGepostet von

Crowdfunding ist ein Begriff, an dem man in letzter Zeit kaum noch vorbeikommt. Laut dem Gabler Wirtschaftslexikon wird er definiert als „eine Form der Finanzierung („funding“) durch eine Menge („crowd“) von Internetnutzern“. Sucht jemand Kapital für ein Projekt, schreibt man dieses und die dazu benötigten finanziellen Mittel auf einer Internetplattform aus. Tragen genügend Kapitalgeber die erforderlichen finanziellen Mittel zusammen, wird das Projekt umgesetzt. Die Crowdfunding-Plattform fungiert also als Vermittlerin zwischen Kapitalnehmern und Kapitalgebern.

Kennzahlen zum Crowdfunding in der Schweiz

Crowdfunding – ein neuartiges Phänomen

Crowdfunding in der Schweiz

Crowdfunding hat in den letzten zwei Jahren in der Schweiz stark zugenommen. Dies hat verschiedene Gründe: Es handelt sich um eine trendige Anlageform, die viele Leute zum Mitmachen animiert und grosse mediale Aufmerksamkeit erfährt. Wie man der obigen Grafik entnehmen kann, boomen besonders zwei Bereiche: Das Crowdlending und das Crowdinvesting, dort machen die Immobilien einen Schwerpunkt aus. Bereits mit geringen Kapitalbeiträgen ist es möglich, Immobilieninvestitionen zu tätigen.

Und wie sieht’s aus im Vergleich zu anderen Ländern?

Crowdfunding in der Schweiz

Die Schweiz befindet sich immer noch stark im Rückstand (vgl. obige Grafik). Seit 2015 ist der Crowdfunding-Markt stark gewachsen, liegt aber mit einem investierten Volumen von CHF 45.- pro Kopf (2016: CHF 15.-) im Vergleich zu anderen Crowdfundingmärkten wie den USA (2016: CHF 78.-) oder Grossbritannien (2016: CHF 90.-) noch deutlich zurück. Laut dem Crowdfunding Monitoring 2018 lässt sich aufgrund neuer Plattformen und alternativer Geschäftsmodelle jedoch schliessen, dass die Schweiz aufholen wird.

Und wie investiert BETTERHOMES Town?

BETTERHOMES Town CrowdfundingMichael und Sabine, ein 50-jähriges Ehepaar aus BETTERHOMES Town, überlegen sich seit geraumer Zeit, wie sie optimal in ihre Altersvorsorge investieren könnten. Da ihnen der Aktienmarkt zu volatil ist, möchten sie in Immobilien als Kapitalanlage investieren. Diese sind rentabel und stabil, vor allem auch, da die Hypothekarzinsen zurzeit sehr tief sind. Bei ihren Recherchen sind sie auch auf die neuartige Anlageform des „Crowdinvestings“ gestossen. Um sich ein klares Bild zu machen, haben sie mitunter auch die Vor- und Nachteile folgender Möglichkeiten in Betracht gezogen:

1. Kauf einer Immobilie zwecks Vermietung

Eine Immobilie als Direktinvestition ist oftmals mit hohen und langfristigen Investitionen verbunden. Um optimale Kaufentscheide zu treffen, benötigt man entweder selbst grosses Fachwissen oder ist auf die Unterstützung durch externe Beratung angewiesen. Damit man später von dieser Investition profitieren kann, sollte man viele Aspekte berücksichtigen: Laufende Zahlungen,  Rücklagen für Sanierungen und Erneuerungen sind einige davon. Auch muss man beachten, dass – wenn man für die Finanzierung der Immobilie Pensionskassengelder beziehen will – diese wieder auffüllt, damit die Rente nicht zu kurz ausfällt. Neben der Rendite von einer potentiellen Wertsteigerung des Objekts wirft die Immobilie als Direktinvestition ein passives Einkommen (Mieteinnahmen) ab. Und natürlich bietet ein solches Objekt auch stets die Möglichkeit, Eigenbedarf anzumelden und bspw. im Alter selbst einzuziehen.

2. Offene Immobilienfonds

Die Anlagesummen beim offenen Immobilienfonds sind verhältnismässig gering. Um eine gewisse Liquidität zu gewährleisten, streut ein offener Immobilienfonds über verschiedene Immobilien. Investiert wird oft in Büro-, Logistik-, Handels-, Hotel- oder Wohnobjekte; die Rendite für den Anleger wird dabei durch Miete, Mietsteigerungen oder Wertsteigerungen der Immobilien erzielt.

Für Anleger, die in einem langen Zeithorizont anlegen wollen, bietet dies eine attraktive Möglichkeit, zumal es sich um eine einfache und bequeme Investition handelt, die keinen Bewirtschaftungsaufwand mit sich bringt. Natürlich birgt auch diese Anlagemöglichkeit Risiken: Wenn viele Anleger aus dem Fonds aussteigen wollen, kann dies zu Notverkäufen oder zur Aussetzung des Verkaufs der Anteile kommen.

3. Immobilien-ETFs 

Bei ETFs (Exchange Traded Fund) handelt es sich um Investmentfonds, die wie eine Aktie gehandelt werden. Sie können jederzeit ge- oder verkauft werden; dies unterscheidet sie zum Beispiel von den Immobilienfonds, die in der Regel einmal täglich gehandelt werden. Die Immobilien-ETFs bieten eine hohe Liquidität und im Gegensatz zur direkten Immobilieninvestition eine weitaus grössere Flexibilität.  Die Kosten sind im Vergleich zu anderen Immobilienanlagen gering; ein weiterer Vorteil ist, dass die Diversifikation gegeben ist. Da die ETFs wie eine Aktie gehandelt werden, sind sie jedoch einer höheren Volatilität unterworfen als andere Anlagemöglichkeiten.

4. Crowdinvesting

Immobilien Crowdfunding-Plattformen in der Schweiz

Das Crowdinvesting bietet dem Anleger die direkte Beteiligung an einer ausgewählten Immobilie, deren Entwicklung er unmittelbar mitverfolgen kann. Anleger können bereits mit kleinen Beträgen Investitionen tätigen und erfahren dabei ein hohes Mass an Transparenz und die Aussicht auf hohe Zinsen (4-7%). Zudem wird jeder Investor im Grundbuch eingetragener Miteigentümer seiner ausgewählten Immobilie.

 

Schwierig ist es jedoch, ein ähnlich differenziertes Portfolio zusammenzustellen wie zum Beispiel bei Immobilienfonds, da man in konkrete Objekte investiert und die Streuung damit nicht automatisch gegeben ist. Damit die versprochenen hohen Renditeprognosen erreicht werden, ist vorausgesetzt, dass die Liegenschaft über die Haltedauer weitgehend vermietet ist und es nicht zu unerwarteten Wertminderungen kommt. Ausserdem besteht ein Klumpenrisiko, da man sich natürlich auf ein Objekt fokussiert.

So viele Möglichkeiten – und was ist nun besonders gut?

Michael und Sabine sind mit der Flut an Möglichkeiten fast überfordert – schliesslich sind die Optionen und Varianten äusserst zahlreich und jede hat wieder ihre eigenen Vor- und Nachteile. Was das Ehepaar jedoch definitiv mitnehmen kann, ist Folgendes: Investiert werden sollte ggf. nur das, was auch als Verlust verkraftet werden könnte. Zudem sind die potentiellen Anbieter einer grundlegenden Prüfung zu unterziehen. Eine Risikodiversifizierung vorzunehmen – zum Beispiel in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Obligationen oder Edelmetalle – ist meist empfehlenswert.

 

 

© Bilder: BETTERHOMES AG; alle Rechte vorbehalten; Datenquelle für Grafiken: Crowdfunding Monitoring 2018

Disclaimer: Keine der hierin enthaltenen Informationen beinhaltet eine Anlageberatung oder Empfehlungen für Anlage- und sonstige Entscheide.

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